Die Brockenbahn -
Eine Schmalspurbahn über den Wolken
Deutschlands höchster ohne Zahnstange erreichbarer Bahnhof befindet sich in der Nordhälfte unserer Republik! Er steht auf dem höchsten Gipfel des Harzes, dem Brocken (1142m), und ist an das 1000mm-Schmalspurnetz der Harzer Schmalspurbahnen (HSB) angeschlossen. Unsere Reise beginnt in Wernigerode und beschreibt den gesamten Aufstieg. Der Schwerpunkt liegt in der Brockenregion, von der man (wegen Nicht-Erreichbarkeit per Auto?) nur selten Eisenbahnbilder sieht.
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Die Bilder:
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Die erste Unterwegsstation der Brockenzüge ist Wernigerode-Westerntor. Am 23.01.99 beschleunigt N 8933 vom Bahnhof Westerntor mit beeindruckender Dampfwolke bergwärts.
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Nachdem Wernigerode und Hasserode verlassen sind, wird die Gegend schlagartig einsam. Oberhalb des Drängetals führt die Bahnstrecke steil aufwärts. Kleinere Seitentäler werden umrundet, um Höhe zu gewinnen. In eines dieser Seitentäler ist am 14.12.96 gerade P 8901 eingebogen.
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Nahezu an derselben Stelle befindet sich der am 14.12.96 folgende P 8933, diesmal jedoch frontaler betrachtet. Nach wenigen Minuten wird das Gasthaus Drei-Annen und etwas später der Bahnhof Drei-Annen-Hohne erreicht sein.
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Über eine Rundkehre windet sich der P 8935 am 01.03.97 nun wieder aus dem Seitental hinaus, um oberhalb des Drängetals auf Drei-Annen-Hohne zuzustreben.
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Der 16.03.02 war einer der Tage, an denen eine Inversionswetterlage die Wolken in die Täler des Harzes drückte. Innerhalb einer dieser Wolken wartete RB 8936 im Bahnhof Drei-Annen-Hohne auf den Abfahrauftrag, um seine Fahrt nach Wernigerode fortzusetzen.
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Nicht minder trübe war es am Vortag, dem 15.03.02, als RB 8935 von Drei-Annen-Hohne in Richtung Brocken beschleunigte. Übrigens sind am Gleis von Benneckenstein (rechts) drei Generationen von Einfahrsignalen zu sehen. Das vom Bf Drei-Annen-Hohne bediente Reichsbahn-Lichtsignal ist schon länger außer Betrieb, das vom im Bau befindlichen elektronischen Stellwerk zu stellende Signal ist noch außer Betrieb. Derweil regeln eine Trapeztafel und Funkverständigung den Verkehr.
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Wenn die Wolken tief hängen, bleibt einem Sonne-Suchenden nur eins: Die Fahrt auf den Brocken. Was heute so einfach ist, war am 29.04.91 noch nicht möglich. P 14427 ist gerade in Schierke angekommen und wird von hier nach Wernigerode zurückkehren. Die Brockenbahn sollte nach zig Jahren des Verfalls erst ab Juli 1992 wieder befahren werden.
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Nach anfänglicher Scheu vor dem Winter hatte sich am 08.01.97 der Winterbetrieb auf der Brockenbahn bereits voll etabliert. Entsprechend legte der Heizer des P 8931 am Goetheweg nochmal ordentlich Kohlen nach, um mit Volldampf dem Gipfel entgegen zu streben. Rechts taucht der Stöberhai (718m, bei Bad Sachsa) einer Insel gleich aus dem Wolkenmeer auf.
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40 Jahre lang führte die Brockenbahn oberhalb des Bf Goetheweg direkt zwischen den Fronten des Kalten Krieges hindurch. Für die Grenzkontrollen der Nationalen Volksarmee war das Gleis für Lastwagen befahrbar gemacht worden. Am 29.04.91 dienten die Betonplatten jedoch eher als Wanderweg, in dessen Verlauf hier erstmalig der Brocken-Gipfel zu sehen ist.
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Am 08.01.97 war der Wanderweg aus naheliegenden Gründen an die Seite des Gleises verlegt worden. P 8940 war kaum zu hören, als er nach einer vollständigen Umrundung des Brockens unterhalb des Gipfels auftauchte.
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An fast derselben Stelle befindet sich am 16.03.02 der aufwärts fahrende RB 8937, der vom Gipfelplateau aus beobachtet wird. Hinter dem Zug fällt der Blick über die Berge des westlichen Harzes und über das Wolkenmeer der Ebene.
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Nach Querung der Brockenstraße, die selbstverständlich nicht öffentlich befahrbar ist, führt das Gleis zunächst an der Ost- und dann an der Nordflanke des Berges durch spirriges Nadelholz. RB 8945 hat am 16.03.02 bei ihrem Aufstieg fast den Bahnübergang im Norden des Berges erreicht.
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Besagter Bahnübergang liegt im Zuge des alten Grenzstreifens. Nachdem man sich relativ kurzfristig entschieden hatte, die Brockenbahn auch im Winter zu betreiben, konnte am 28.12.92 P 8928 an diesem Bahnübergang vor der wolkenverhangenen Börde aufgenommen werden. Zuglok war seinerzeit ein "Harzkamel" - eine auf 1000mm umgespurte V100.
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Im Bereich dieses Bahnüberganges lassen sich vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten finden. Am 08.01.97 war die Börde-Wolkendecke etwas dünner, als P 8933 die Nordflanke des Gipfels umrundete.
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Und weil's so schön ist, gibt es auch vom vierten Brocken-Besuch des Blockwärters ein Bild dieses Bahnüberganges. RB 8932 war es, die sich am 16.03.02 auf den Weg vom warmen, sonnigen Brockengipfel ins kalt-trübe Wernigerode macht.
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Ein Stück oberhalb schwenkt RB 8933 am 16.03.02 soeben von der Westflanke in die Südgerade ein. Der Brockengipfel ist nun fast vollständig umrundet.
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Im Fahrtverlauf entlang der Südflanke des Brocken-Plateaus fällt der Blick auf die Sendemasten von Torfhaus, die am 08.01.97 unterhalb des P 8941 aus den Hügeln des Westharzes auftauchen.
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Standpunkt bei diesem Bild ist fast derselbe wie bei P 8940 im Jahre 1997 (acht Bilder höher). Mit Tele-Objektiv lassen sich von dort nämlich auch die Züge in der Südgerade direkt unterhalb des Gipfels aufnehmen. Am 28.12.92 pendelten zwei Zuggarnituren mit 199 ("Harzkamel") vorn und hinten, da im Brockenbahnhof keine Umlaufmöglichkeit bestand. Zu sehen ist der N 8921 vor der Brocken-Skyline, die inzwischen etwas übersichtlicher geworden ist.
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Abends lassen sich mit tief stehender Sonne besonders schön die Züge unmittelbar vor der Einfahrt in den Brockenbahnhof einfangen. Am 08.01.97 biegt P 8943 um den letzten Felssporn vor der Einfahrweiche.
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Zwei Monate (und fünf Jahre) später, am 16.03.02, war das Licht an derselben Stelle zur Zeit des letzten Zuges so weit herum, dass P 8937 von oberhalb mit entsprechend nettem Ausblick in Richtung Westen aufgenommen werden konnte.
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Für den 28.12.92 war gute Fernsicht für die Hochlagen des Harzes angekündigt. Entsprechend viele Ausflügler spuckte der N 8928 im Endbahnhof Brocken an diesem Vormittag aus. Der Brockenwirt im alten Bahnhofsgebäude sollte ordentlich zu tun bekommen...
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Am 29.04.91 gab es praktisch noch keinerlei touristische (dafür um so mehr militärische) Infrastruktur auf Norddeutschlands höchstem Berg. Zu Fuß ist der Brockenbahnhof in einer Höhe von 1120m erreicht. Nachdem der Aufstieg noch in der Sonne stattfand, lässt auf dem Gipfelplateau, wo das Wetter wie immer ganz anders ist, Regen die Wanderer schleunigst die kleine Schutzhütte aufsuchen.
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